Evangelische Kirchengemeinde Elberfeld-Südstadt
mit Informationen und Neuigkeiten aus der Christuskirche und der Johanneskirche

Geschichte der Christuskirche

Am 5. Dezember 1901 wurde die Christuskirche auf dem Schreinerschen Grundstück am Grifflenberg durch Generalsuperintendent D. Umbeck eingeweiht. Der erste Spatenstich fand 1898 auf dem von der Familie Schreiner gespendeten Grundstück am Grifflenberg statt. Am 15. Mai 1899 konnte dann der Grundstein gelegt werden, dessen Inschrift aus Hebräer 13, Vers 8 auf die Grundlage von Kirche und Gemeinde Bezug nimmt: "Jesus Christus, gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit". Der Architekt der Christuskirche war der Regierungsbaumeister Plange. Der Bau war nach Osten zur aufgehenden Ostersonne orientiert, er hatte Kreuzform und war im Stil der Neorenaissance aus weißem belgischem Kalkstein gebaut. Typisch für Kirchen dieser Zeit war die Übereinanderordnung von Altar, Kanzel und Orgel auf der Stirnseite der Kirche. Der Turm der Christuskirche enthielt damals wie heute drei Glocken, die vierte Glocke, die Uhrglocke, fehlt allerdings. Die Orgel wurde von der Firma Walcker gebaut. Sie hatte 41 Register. Insgesamt fanden in der alten Christuskirche 1300 Menschen Platz.

Beim sogenannten Elberfelder Angriff in der Nacht vom 24. auf den 25. Juni 1943 wurde die Christuskirche zum Teil zerstört. Das Dach war teilweise abgedeckt, die Fenster waren zerstört, aber die Kirche hätte erhalten werden können. Sie ist nach dem Krieg zum Wiederaufbau der fast völlig zerstörten Südstadt freigegeben worden, und so machte die Materialnot nach dem Krieg sie zur Ruine. Wer die alte Christuskirche noch kennt, trauert um diese großartige und schöne Kirche, aber durch den mutigen Entschluß des Presbyteriums, sie zur Materialentnahme durch die Anwohner freizugeben, konnte die schwere Not der Südstädter Bevölkerung gelindert werden. 1947 rief Pfarrer Dr. Bröking zur Enttrümmerung und zum Wiederaufbau der Christuskirche auf. Besonders der damalige Männerkreis setzte sich sowohl mit der Arbeitskraft als auch mit Sammlungen für den Innenwiederaufbau ein, so dass im Advent 1948 innerhalb der Ruine ein Gemeindesaal für ca. 250 Personen eingeweiht werden konnte, sowie zwei Gemeinderäume und die Küsterwohnung.

1953 wurde dann der Christuskirchenbauverein gegründet, der durch Mitgliederspenden und den Verkauf von Bausteinen den Wiederaufbau der Christuskirche 1955 begann so dass am 7. Januar 1956 das Richtfest gefeiert werden konnte und die neue Christuskirche am 9. September 1956 durch Präses D. Held eingeweiht wurde. Die neue Kirche wurde über die damaligen Räume gesetzt, so dass im Untergeschoß der Christuskirche Gemeinderäume entstanden. Das Innere der neuen Christuskirche ist im Basilika-Stil gestaltet, Architekt war Baurat Vogel aus Trier.So entstand ein völlig neuer Innenraum im Stil der 50er Jahre, und auch das Äußere der Kirche wurde verändert. Die Seitenwände wurden erhöht. Das Dach flacher und die beiden Turmaufgänge wurden ebenfalls verändert. In den 60er Jahren wurde dann der Turm baufällig, so dass der Umgang wegfiel und die Öffnungen der Turmuhr vermauert wurden. 1962 konnte eine neue Orgel eingeweiht werden. Es war eine dreimanualige Orgel der Firma Prof. Karl Schuke aus Berlin mit 35 Registern. Inzwischen ist die Christuskirche mehrmals in den Gemeinderäumen umgebaut worden, auch die Orgel wurde restauriert. Aber die alte Konzeption ist geblieben, die Gemeinderäume im Untergeschoß und Kirchraum im 1. Obergeschoß verbindet und so eine unlösbare Verbindung schafft zwischen den Gottesdiensten und den Gemeindeveranstaltungen wie Frauenkreise, Seniorenzentrum, Fotoforum, Whiskytastings und Galeriearbeit.